Rudi's Motorradtouren
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Montan 2009 - Reisebericht (Teil 2)

Sonntag, 31. Mai 2009

Über Nacht hatte sich das Wetter verschlechtert und eine dichte Wolkendecke empfing uns am Morgen. Die „Würzjoch-Tour“ stand auf dem Programm.

Vor der Tour stand aber noch ein Gruppenfoto auf dem Programm!

Einige Tourteilnehmer hatten heute andere Interessen und so fuhren wir nur mit acht Motorrädern Richtung Bozen. Hinter Leifers bogen wir nach rechts ab Richtung La Costa. Eine sehr schmale aber schöne Strecke, die steil bergan führt und schöne Blicke ins Tal bietet. Dann links ab nach Kohlern und weiter nach Bozen. Von dort ging’s dann hinauf Richtung Ritten nach Klobenstein. Eine breite Straße, die in herrlichen Kurvenkombinationen bergan führt – für Motorradfahrer ein Genuss! Von Klobenstein aus führte uns der Weg weiter nach Lengstein. Ab hier wurde es wieder schmal – aber mit schönen Tiefblicken ins Eissack-Tal. Über Barbian (hier links ab) gelangten wir nach Villanders. Von dort hinab ins Tal nach Klausen. Hier zunächst rechts ab und gleich wieder nach links in den Ortskern von Klausen. Dann ging’s wieder nach links (unter der Brennerroute hindurch) Richtung Latzfons. Die Straße führt – ebenfalls sehr schmal – durch eine enge Schlucht steil bergan. In Latzfons angekommen war es mit der „Einsamkeit“ vorbei! Plötzlich viele Menschen und Autos. Anscheinend war grad der Kirchgang beendet.

Hinter dem Ort gab’s einen kurzen Stopp und wir fuhren über Feldthurns hinab ins Tal und weiter ins Villnösstal, dem wir bis St. Peter folgten.

Hier zweigt die schmale Straße hinauf zum Würzjoch ab.
Mittlerweile begannen die dichten Wolken aufzureißen und wir hatten Hoffnung, den weiteren Weg bei schönerem Wetter fortsetzen zu können.
An der Edelweißhütte machten wir Pause.

Während des Essens sah ich plötzlich draußen den Regen! Teilweise kräftig, teilweise wenig. Aber es wollte nicht aufhören!

Nach 1 ½ Std. entschlossen wir uns weiter zu fahren.
Halt! Kurt, Alfred, Ingrid, Thomas und Jacky kehrten um und fuhren zurück ins Villnösstal um direkt nach Montan zurück zu kehren! Die Weiterfahrt über das Würzjoch und der anschließende Weg über das Grödnerjoch und das Sellajoch waren ihnen aufgrund der Wetterlage zu unsicher.
Also fuhren wir anderen (außer Petra und mir noch Jürgen und Kai-Uwe – mit Alea) die geplante Tour weiter. Hinter dem Würzjoch in Antermoia war die Straße teilweise schon wieder trocken und der Regen hörte auf.
Allerdings währte dies nicht lange!
Durchs Gadertal hinauf nach Corvara begann es wieder zu regnen und später in der Auffahrt zum Gröderjoch sogar zu schneien! Ich kann mich kaum daran erinnern, dass mir während der Fahrt schon jemals das Visier am Helm zugeschneit ist!!! In dichtem Schneetreiben überquerten wir die Passhöhe und begannen den weiteren Weg Richtung Sellajoch. Auch hier empfing uns der Schnee und die Landschaft trug ein weißes Kleid.

Zum Glück waren aber die Straßen problemlos zu befahren und so gelangten wir heil hinab nach Canazei.
Vor der Abzweigung zum Karerpass gab’s noch eine Cappuccino-Pause.
Danach ging’s dann über den Karerpass, vorbei am Karersee nach Birchabruck. Dort links ab und weiter Richtung Deutschnofen gelangten wir schließlich einigermaßen trocken zurück nach Montan.
Die anderen fünf trafen kurz nach uns ein (sie hatten ebenfalls noch eine Pause eingelegt).

Montag, 1. Juni 2009

Für die meisten war Rückreise angesagt!
Außer Kurt, Kai-Uwe und Alea, sowie Petra und mir fuhren alle zurück nach Hause.
Die Sonne strahlte wieder vom blauen Himmel und versprach wieder einen schönen Tag.
Nach dem gemeinsamen Frühstück verabschiedeten wir uns von den Abreisenden und einer nach dem anderen verließ das Haus Heinrich und fuhr von dannen.

Petra und ich hatten uns vorgenommen, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran zu besuchen.

Über Kaltern und Terlan gelangten wir hinauf nach Mölten und Vöran.

Über Haflings kamen wir schließlich nach Meran.

Dort schauten wir uns ausgiebig die Blumen und Blütenpracht in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff an. Die Anlage ist wirklich sehr sehenswert und wer einmal Zeit und Gelegenheit zum Besuch hat, sollte sie nutzen!

  

Anschließend fuhren wir direkt nach Kaltern und zurück nach Montan.
Ein gemeinsamer Abend im Gasthof Rose mit den anderen „übrig gebliebenen“ Tourteilnehmern rundete diesen Tag ab.

Dienstag, 2. Juni 2009

Auch für uns war heute Heimreise angesagt.
Der Blick vom Balkon zeigte schönstes Reisewetter!

Also verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück von den anderen und fuhren Richtung Heimat!
Über Kaltern und Meran gelangten wir recht schnell nach St. Leonhard.
Hier beginnt die kurvenreiche Strecke hinauf zum Jaufenpass – kaum Verkehr und die Fahrt war ein Genuss!

Auch der Brennerpass war bald erreicht und in Mattrai ging’s wieder rechts ab über Ellbögen nach Innsbruck. Leider hatte der Gasthof St. Peter Ruhetag und wir konnten den geplanten Stopp dort nicht einlegen.
Über Innsbruck und Telfs gelangten wir dann zum Fernpass.
Hier stellten wir dann fest, dass wir am Donnerstag vorher viel Glück mit der Baustelle am Fernpass gehabt hatten! Diesmal war nämlich das Verkehrsaufkommen deutlich höher und bereits einige Kilometer vor der Baustelle begann der Stau. Aufgrund des regen Gegenverkehrs war es auch mit dem Motorrad nur schwer möglich, an dem Stau vorbei zu kommen. Es dauerte also ziemlich lange, bis wir diese Engstelle passieren konnten. Auch auf der anderen Seite staute sich der Verkehr ebenfalls kilometerlang vor der Baustelle!
Am Fernpass begann es leicht zu regnen, hörte aber bald wieder auf.
Hinter dem Lermooser-Tunnel war die Straße sehr nass. Es hatte wohl kurz vorher kräftig geregnet. Wir aber blieben trocken und gelangten über Reutte und Weissenbach ins Tannheimer-Tal. Von Nesselwängle bis Tannheim regnete es aber auch dort – teils kräftig. Danach gelangten wir aber trocken zurück nach Sonthofen.

Fazit

Insgesamt haben wir an den sechs Tagen exakt 1600 km zurück gelegt.
Das Wetter war im wesentlichen sehr schön und wir hatten viel Spaß.
Es waren schöne Touren mit teils sehr schmalen aber auch mit breiten und gut ausgebauten Straßen – also für jeden etwas.

Mein Dank an alle Mitfahrer für die gemeinsamen Touren und die interessanten Gespräche!

Schön war’s!

Reisebericht zum Download

SuedtirolPfingsten2009.pdf


Unterkunftsempfehlung:
Hotel Schwarzer Adler (Tannheim)

Italien: Hotel Cristallo (Levico Terme)